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„Das Melodrama, das allegorisch auf die Erschaffung des Tempels von Theben im Zusammenklang mit Musik und Baukunst Bezug nimmt, wurde im Juni 1933 erstmals in deutscher Sprache am Stadttheater Zürich mit Alexander Moissi in der Titelrolle aufgeführt.
«Klangarchitektur und Konstruktivismus», die nach Willy Schuh die Partitur charakterisieren, waren auch wegweisend für Roman Clemens' Bühnenbild. Mit Projektionen liess er den mythischen Bau im Rhythmus der Musik aus dem szenischen Nichts entstehen.
Die organische Errichtung der Säulen und Architrave wurde zwar in der Presse als «meisterliche Leistung» bezeichnet, aber für Roman Clemens war und blieb sie bestenfalls «Stückwerk», bis ihm die dem Werk zugrunde liegende Problematik des elementaren |
Schöpfungsprozesses, die im Jahr 1958 im Brennpunkt seines eigenen Schaffens stand, den Anstoss zur endgültigen abstrakt-konstruktivistischen Lösung gab.
Die Neufassung des selten gespielten, doch für ihn thematisch und formal wichtigen Werkes beruht einzig auf dem «Formelement des gleichseitigen Dreiecks», das entsprechend dem Werkinhalt den Ursprung der Architektur andeutet. Durch die Aufrichtung der rückwärtigen Bodendreiecksplatte wird szenisch und symbolisch der Bau vollendet, der in seiner geometrischen Strenge und Klarheit eine Mass, Raum und Zeit verbindende transzendente Dimension gewinnt.“
Zitat aus M. Herold, Roman Clemens, 1991, Weltwoche-ABC-Verlag ISBN 3 -8504 -131-8.
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